Writer Profile: LastGunman

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Page Count
100 pages
Age 30
Location Waghäusel
Website http://lastgunman.wordpress.com*
Favorite films/plays

Star Wars Original Trilogy
Once Upon A Time In The West
Indiana Jones Series

Script title Der Unscheinbare - The Inconspicuous Man
Script type Screenplay
Script genre Comedy
My script is The Invisible Man meets The Pink Panther
Logline He's there, he's visible - but no one takes notice of him
Main character would be played by an actor who plays in many movies but no one remembers his name
An Excerpt from Der Unscheinbare - The Inconspicuous Man

AUSSEN - FUSSGÄNGERZONE - TAG 1

Karlsruhe von oben, die Fußgängerzone samt einer großen
Menschenmenge ist zu sehen. Es ist Herbst.

ERNST MÜLLER
(Erzählstimme)
Das bin ich, Ernst Müller. Sie
erkennen mich nicht? Ich gehe in
dieser Menschenmenge unter? Dann
geht es Ihnen wie den meisten
Leuten.

Die Perspektive wechselt, man sieht die Leute nun aus der
Nähe.

ERNST MÜLLER läuft die Fußgängerzone entlang, versucht
eine Straßenbahn zu erwischen, diese fährt ihm jedoch vor
der Nase weg. Er regt sich nicht weiter darüber auf, und
läuft zu Fuß weiter.

ERNST MÜLLER
(Erzählstimme)
Ich war schon immer unauffällig,
ein kleines Rad im Getriebe. Nur
keinen Stress machen, lieber
alles mit Ruhe angehen. Seit
einiger Zeit kommt es mir so vor,
als würde man mich überhaupt
nicht mehr bemerken. Als wäre ich
unsichtbar, nein: Unscheinbar!
(Das wäre ein guter
Zeitpunkt den Titel
einzublenden.)
Ich weiß nicht, wann das alles
begann, aber ich kann mich gut
daran erinnern, wann mir es das
erste Mal so richtig auffiel.

ÜBERBLENDUNG

INNEN - BÜROGEBÄUDE - TAG 2

Das Bürogebäude einer Werbeagentur. Eine Glastür, dahinter
- nach links gehend - ein langer Gang. Ernst Müller ist
kurz davor die letzte Tür ganz hinten zu öffnen,
"Rechnungsprüfung" steht da.
Ernst öffnet die Tür und betritt sein Büro. Es ist nicht
sehr groß, durch das Fenster fällt nur wenig Licht. Der
Schreibtisch sieht sehr aufgeräumt aus. Ernst legt ab,
setzt sich hin, schaltet seinen veralteten Rechner ein,
nimmt das Telefon und wählt eine vierstellige, interne
Nummer.

(CONTINUED)

CONTINUED: 2.

ERNST MÜLLER
(nachdem jemand abgenommen
hat)
Hallo. Müller hier von der
Rechnungsprüfung. Wann wollen Sie
denn endlich meinen Rechner
tauschen?

TELEFONSTIMME 1
Einen Moment, ich verbinde Sie
mit dem Rollout-Service.

Die Stimme weicht einem nervigen Gedudel. Ernst befindet
sich in einer Warteschleife, nach einer Weile gibt er auf
und beendet das Gespräch. Er beginnt damit, an seinem
Rechner zu arbeiten.

ERNST MÜLLER
(Erzählstimme)
Das ist mein Job. Langweilig für
eine Werbeagentur, nicht? Meine
Arbeit war immer relativ schnell
erledigt, also widmete ich mich
heimlich eigenen Werbetexten.
Bisher hatte ich mich nicht
getraut, sie jemandem zu zeigen.
An diesem Tag wollte ich es
wagen.

Ernst druckt zwei oder drei Seiten aus und nimmt diese
mit. Er verlässt sein Büro und begibt sich zum Fahrstuhl.
Der ist gerade offen, ANGESTELLTER 1 befindet sich darin.
Obwohl dieser sehen müsste, dass Ernst ebenfalls den
Fahrstuhl benutzen will, drückt Angestellter 1 den Knopf,
um die Tür zu schließen. Ernst muss warten.

ERNST MÜLLER
Ich merk mir das!

INNEN - BÜROGEBÄUDE - TAG 3

Ein anderes Stockwerk. Der Fahrstuhl öffnet sich, Ernst
kommt heraus. Er geht zum Büro seines Chefs, doch dieser,
HERR WALTER, verlässt dieses gerade.

ERNST MÜLLER
Herr Walter, warten sie bitte!

Keine Reaktion des Vorgesetzten. Er dreht Ernst den Rücken
zu.

ERNST MÜLLER
Einen Moment nur, ich möchte
ihnen nur etwas zeigen.

Ernst läuft Herrn Walter hinterher, dieser reagiert nicht.

(CONTINUED)

CONTINUED: 3.

ERNST MÜLLER
Nicht, dass sie denken, mir
gefällt mein Job nicht mehr.
nein, ganz und gar nicht! Ich
wollte nur mal etwas anderes
machen.

Immer noch keine Reaktion. Ernst folgt dem Vorgesetzten zu
einer Doppeltür. Herr Walter öffnet die Tür nach außen.
Drinnen sitzen drei Frauen (VORGESETZTE 1, VORGESETZTE 2,
VORGESETZTE 3) und vier Männer (HERR WEIGEL, VORGESETZTER
1, VORGESETZTER 2, VORGESETZTER 3) an einem langen Tisch
mit abgerundeten Ecken. Es scheint eine wichtige Runde zu
sein. Langsam wagt sich Ernst vorwärts.

HERR WALTER
Sind wir komplett?

VORGESETZTER 1
Sie sind mal wieder der letzte.

HERR WALTER will die Tür schließen, Ernst steht etwas im
Weg.

ERNST MÜLLER
Darf ich reinkommen?

Da niemand Einspruch erhebt, begibt sich Ernst ganz in den
Raum. Herr Walter schließt die Tür, holt sich Kaffee und
ein süßes Teilchen, danach setzt er sich an seinen Stuhl.
Ernst steht ziemlich unbeholfen da, wirkt fehl am Platz.
Herr Weigel - er scheint der Chef der Runde zu sein -
ergreift das Wort.

HERR WEIGEL
Beginnen wir nun. Wie läuft die
Kampagne für diese Sängerin.

VORGESETZTE 1
Vanna Morris.

HERR WEIGEL
Genau. Ist ihr Agent zufrieden?

VORGESETZTE 1
Wir haben nur Kontakt zu ihrem
Anwalt, Kristian "von"
Schmidtlein. Er erledigt alle
Geschäfte für sie. Bis jetzt gab
es keine Probleme.

Ernst Müller hört aufmerksam zu.

HERR WEIGEL
Schmidtlein, Schmidtlein. Helfen
Sie mir. ist das nicht dieser
Neureiche, der sein Vermögen mit
(MORE)

(CONTINUED)

CONTINUED: 4.

HERR WEIGEL (cont’d)
Abmahnungen - verdient will ich
nicht sagen - erlangt hat?

VORGESETZTE 1
Das ist er.

HERR WEIGEL
Im Auge behalten. Und schon mal
unsere Anwälte einschalten, man
kann nie vorsichtig genug sein.

Vorgesetzter 3 rückt seine Brille zurecht und schreibt
etwas in sein Notizbuch.

HERR WEIGEL
Anderes Thema.

Vorgesetzter 2 streckt die Hand wie ein Schüler und
grinst.

VORGESETZTER 2
Maßnahmen zur strukturellen
Verschlankung.

HERR WEIGEL
(laut)
Das heisst: Entlassungen.

Die Stimmung von Vorgesetzter 2 verschlechtert sich, er
duckt sich etwas.

HERR WEIGEL
(sieht Herr Walter an)
Finanzen...
(korrigiert sich)
...ich meine Herr Walter, haben
wir denn noch Rechnungsprüfer?

HERR WALTER
Rechnungsprüfer...

ERNST MÜLLER
Hier! Ich arbeite noch für sie.

HERR WALTER
Ich glaube, das haben wir alles
nach Tschechien ausgelagert.

VORGESETZTER 2
(stubst Vorgesetzter 3,
flüstert und kichert)
Outgesourced meint er wohl.

Vorgesetzter 3 reagiert darauf nicht, seine Miene bleibt
ernst.

(CONTINUED)

CONTINUED: 5.

HERR WEIGEL
Gut so. Wenn die Bilanzen schon
nicht besser werden, dann
wenigstens billiger.

HERR WALTER
Sie haben doch nicht vor, meine
ganze Abteilung aufzulösen?

HERR WEIGEL
(überlegt)
Gute Idee, wird vermerkt.

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